Universitätsmedizin Rostock
Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

Universitätsmedizin Rostock, Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
Praxis für Laboratoriumsmedizin am MVZ der UMR Rostock


Ferritin; Ferritin

Immunchemie

Probengefäß/Monovette
Lithium-Heparin-Monovette

Probenmenge
bei Einzelanforderung 4,0 ml (jeweils), bei Mehrfachanforderungen ( > 10 Analyte) 7,5 ml

Spezielle Präanalytik
keine Störfaktoren : Humane anti Maus Antikörper (HAMA) in hohen Konzentrationen, Biotin-Applikation bei Patienten

Methode
ECLIA

Indikation
Die Hauptindikation für die Ferritin-Bestimmung liegt in der Abklärung einer Eisenstoffwechselstörung. Ein Eisenmangel einschließlich der latenten Formen ist ca. 100-1000fach häufiger nachzuweisen, als alle Eisenüberladungszustände.

Referenzbereich
SexAlter   vonbisEinheit
M/W0 Tagebis30Tage150450µg/l
M/W1bis5Monate80500µg/l
M/W5bis13Monate20200µg/l
W1bis17Jahre20200µg/l
W17bis61Jahre30400µg/l
W>61Jahre13300µg/l
M1bis20Jahre20200µg/l
M>20Jahre30400µg/l

Interpretation
Das Serum-oder Plasmaferritin repräsentiert das im MPS-System (Mononukleäres Phagozytäres System) und in den Hepatozyten gespeicherte Eisen. Die Höhe der Ferritin spiegel korrelieren in der Regel mit dem Gesamtkörperspeichereisen. Eine Ferritinkonzentration unterhalb des Referenzbereiches weist auf die Entleerung der Eisenspeicher hin, und entspricht einem Verlust von 10 - 25 %. Bei akuten, chronisch-aktiven bzw. Autoimmunerkrankungen ist Ferritin jedoch kein sicherer Indikator des Eisenmangels, da Ferritin zu den Akute-Phase-Proteinen zählt. Ebenso gelangt Ferritin durch Schädigungen der Hepatozyten vermehrt in den Kreislauf. Störungen der Eisenbalance des Körpers lassen sich häufig durch die meist gegenläufige Regulation der Synthese von Ferritin, dem Eisenspeicherprotein, und dem löslichen Transferrinrezeptor (sTFR), dem Indikator des Eisenbedarfs und der Erythropoeseaktivität beschreiben. Zur Diagnose des Eisenangebotes an die Erythrozyten wird der Quotient sTFR/log Ferritin empfohlen. Bei malignen Erkrankungen ist Feritin oftmals in erhöhten Konzentrationen zu finden. Ferritinwerte oberhalb des Referenzbereiches sind schwer zu interpretieren. Bei Verdacht auf eine Hämochromatose ist die molekularbiologische Untersuchung angezeigt, wegweisend sind erhöhte Eisen - und Ferritinkonzentrationen sowie eine Transferrinsättigung von mehr als 55%. Halbwertzeit in vivo: ca. 2-8 Tage

Rückführzeit
bei Probeneingang Mo.-Fr. zwischen 7:00 Uhr und 14:30 Uhr: täglich

akkreditierte Messgröße: Ja


Wichtig
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